
Auf der Rückbank des Bentley S 3 Continental Flying Spur von Keith Richards kamen sich Anita Pallenberg und er sehr nahe – und über geheime Fächer für Drogen verfügte der Wagen auch. Mick Jagger wäre fast kein Rolling Stone geworden, weil die Bremsen eines Autos versagten, und bei den ersten Konzerttourneen in England wurde in den Boden des Tourbusses ein Loch hineingeschnitten, um sich zu erleichtern. Die Rolling Stones waren nie nur Sex and Drugs & Rock ‘n’ Roll, sondern auch Mini-, Porsche-, Jaguar-, Ferrari-, Bentley-, Morgan- und Rolls-Royce Fahrer mit Straftickets, Unfällen und Chauffeuren, die einiges mit ihren Passagieren erlebten. Das Buch erscheint im Oktober 2025
PRESSESTIMMEN
Tesche schrieb in der Reihe „Motorlegenden“ bereits über die Autos der Beatles, von Elvis Presley und James Dean sowie über die Fahrzeuge aus den James-Bond- und „Fast & Furious“-Filmen.
Jetzt nimmt der Autor sehr detailreich den Fuhrpark der ikonischen Rockband unter die Lupe. Bei seinen Recherchen stieß der Journalist auf viele interessante und amüsante Anekdoten. Und er stellte fest, dass es um ein Haar gar nicht erst zur Gründung der Rolling Stones gekommen wäre.
Kurz zuvor war Jagger mit Gitarrist Keith Richards in einem geliehenen Riley Pathfinder zum Ealing Jazz Club unterwegs. Laut Gitarrist Dick Taylor, der zu den Gründungsmitgliedern der Stones-Vorgängerband Little Boy Blue And The Blue Boys gehörte und später The Pretty Things formierte, versagten die Bremsen, als der Wagen auf einen Bahnübergang zuraste.
Jagger zog demnach geistesgegenwärtig mit aller Kraft die Handbremse und brachte den Wagen erst unmittelbar vor den Gleisen zum Stehen. Sonst hätte es die Stones laut Taylor nie gegeben.
Tesche hat auch herausgefunden, was mit vielen der Fahrzeuge später passierte. Seine lesenswerte „Auto-Biografie“ ist nicht nur für PS-Fans interessant, denn der Autor erzählt anhand des Fuhrparks die Bandgeschichte der Stones mit vielen spannenden Fun Facts – illustriert mit zahlreichen historischen Bildern.
dpa, 28.09.2025
Autor Siegfried Tesche hat jedem Bandenmitglied chronologisch die jeweilige Autohistorie in die Seiten diktiert und das Ganze ordentlich bebildert. Dabei kommen natürlich auch eventuelle Unfälle oder Ungewöhnlichkeiten zur Sprache. So nutzte Keith Richards seinen Bentley S3 Continental, den er ‚Blue Lena‘ nannte, nicht nur als rollendes Liebesnest, sondern auch als Versteck für bewusstseinserweiternde Stoffe. Unvergessen – mindestens für den Händler – ist zudem der Tag, an dem die Stones an nur einem einzigen Tag acht Ferrari 400i kauften.
motorkram.de, 24.10.2025
Der Text ist stilistisch flüssig, nigelnagelneu, persönlich. Tesche kommentiert nicht, er reflektiert: er fragt, was ein Auto für Richards war, nicht nur als Fortbewegungsmittel, sondern als Teil seiner Identität. In seiner Sprache fühlt man Nähe, manchmal Bewunderung, manchmal gespannte Ahnung, dass sich hinter Schönheit, Lautstärke und Status oft etwas Wesenhaftes verbirgt: Eitelkeit, Freiheit, Vergänglichkeit.
Das Buch entfaltet seine Kraft, weil Technik und Musik verschmelzen. Wenn Tesche etwa beschreibt, wie „Blue Lena“ nicht nur ein Bentley war, sondern Rückzugsort, Gefährte und Teil einer Geschichte voller Glamour und Drogen – dann wird mehr als Metall und Leder sichtbar. Dann wird Geschichte: wie sich Lebensstile der Rockstars in Automobildesign, in Chrom, Politur, Motorleistung widerspiegeln.
Ein Highlight ist, wie Tesche sowohl auf die großen Anekdoten setzt – ein Auto als Liebesnest, ein anderes als Bühne im Kleinen – als auch auf Details: Farben, Cockpit, Sound der Motoren, Alltag mit Öl und Wartung, Schwierigkeiten auf Tour, Reibung mit Chauffeuren, Kraftstoff, manchmal Ärger mit Reparaturen oder mit dem Fahrschein. Diese kleinen Szenen machen das Buch lebendig. Man fühlt den Geruch von Benzin, das Rütteln über Kopfsteinpflaster, das Gefühl, die Straße zu beherrschen.
Außerdem beeindruckt, wie schön die Balance gehalten wird zwischen Glanz und Schatten. Nicht jede Story ist triumphal. Man spürt auch Exzess, Verfall, dass Autos als Statussymbol auch Last sein können – finanziell, emotional, logistisch. Tesche macht keine reine Lobeshymne, sondern eine Liebe mit Augenmaß.
mediennerd.de, September 2025
Als Jugendlicher war Mick Jagger häufig mit dem Rad unterwegs oder lieh sich das Auto von seinem Vater. Als der Sänger mit den Rolling Stones berühmt wurde, konnte er endlich seiner
Autoleidenschaft nachgehen. Ein Mini Cooper S, ein Aston Martin DB6 (mit eingebautem
Plattenspieler!), ein Bentley und ein Volvo Kombi waren einige von Jaggers Fahrzeugen, über die Siegfried Tesche in seiner „Auto-Biografie der Stones“ schreibt. Bei seinen Recherchen
zum Fuhrpark der ikonischen Rockband stieß der deutsche Journalist auf viele interessante und amüsante Anekdoten. Und er stellte fest, dass es die Rolling Stones um ein Haar gar nicht gegeben hätte.
Kleine Zeitung Österreich, 5.10.2025
Die Fahrzeuge der Rolling Stones waren nie nur simple Transportmittel. Sie dienten als mobile Bühnen für Rock’n’Roll-Exzesse, als Fluchtmöglichkeiten vor der Öffentlichkeit und als Ausdruck ihrer rebellischen Freiheitsliebe. Von aufwändigen Restaurierungen bis hin zu impulsiven Luxuskäufen – die Autoanekdoten der Stones sind ebenso legendär wie ihre Musik.
Eine der kuriosesten Auto-Geschichten der Rockgeschichte gehört zweifellos Charlie Watts, der trotz einer beeindruckenden Sammlung klassischer Automobile niemals einen Führerschein besaß. Stattdessen entwickelte der Schlagzeuger ein einzigartiges Ritual der automobilen Wertschätzung: Er ließ täglich einen seiner Angestellten eines seiner Fahrzeuge starten und vor seinem Herrenhaus in Devon parken.
Watts erschien dann in einem maßgeschneiderten Anzug, der perfekt zur Innenausstattung des jeweiligen Wagens passte, setzte sich in das laufende Auto und lauschte bis zu einer Stunde lang dem „Schnurren“ des Motors. „Ich kann nicht fahren, also setze ich mich einfach hinein und höre dem Motor zu. Man könnte es wohl die Marotte eines reichen Mannes nennen“, erklärte er diese außergewöhnliche (An)Gewohnheit.
Die automobile Leidenschaft der Band ist inzwischen so ikonisch geworden, dass sie sogar literarische Würdigung fand: Siegfried Tesches Buch „Satisfaction – Die Auto-Biografie der Stones“ dokumentiert die zahllosen Geschichten, Fotos und Hintergrundberichte zu den Fahrzeugen der Rocklegenden.
fahr-dich-glücklich.de, 23.09.2025
Als Liebhaber britischen Altblechs fiel mir sofort der Aston Martin hinter Mick Jagger auf dem Titelbild des Buches auf. Siegfried Tesche recherchierte lange und vor allem gründlich, um diese einzigartige Zusammenstellung der Autos der ‚Bad Boys‘ auf die Beine zu stellen.
Siegfried Tesche nimmt seine Leser mit auf eine rasante Reise von den 60er-Jahren bis in die Gegenwart. Basierend auf exklusiven Interviews mit Zeitzeugen wie Fotograf Gered Mankowitz oder Regisseur Volker Schlöndorff beleuchtet er die wenig bekannte Verbindung zwischen Rockgeschichte und Automobilkultur – und erzählt die Geschichte der Rolling Stones einmal ganz anders: mit Vollgas.
Beeindruckend finde ich das 10. Kapitel (Das Nachwort), in dem der Autor, Siegfried Tesche, einige Beispiele zeigt, welche Ergebnisse die Suche mit KI ergaben. Fast nichts davon stimmte. Das zeigt, das ECHTE Journalistische Arbeit (Recherchen, Interviews mit Zeitzeugen, Archivauszüge, etc.) nach wie vor die hohe Schule des Journalismus darstellt.
Andreas Icha, 25.11.2025